
Konferenz
Freitag, 22. Januar, 09.30 – 19.00 Uhr
Samstag, 23. Januar, 09.30 – 14.00 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Die Handelspolitik steht vor einem tiefgreifenden Umbruch. Geoökonomische Spannungen, wirtschaftliche Stagnation sowie die Sorge vor Deindustrialisierung und Arbeitsplatzverlusten setzen das traditionelle Freihandelsmodell – auch in der Europäischen Union – zunehmend unter Druck. Gleichzeitig befindet sich das regelbasierte multilaterale Handelssystem in einer tiefen Krise. Während Regierungen in anderen Weltregionen längst auf handelspolitische Schutzinstrumente wie Zölle, Subventionen und Local-Content-Vorgaben setzen, hat in Deutschland und der EU erst in jüngster Zeit ein zögerliches Umdenken begonnen.
Damit rückt auch die Frage in den Mittelpunkt, wie Handelspolitik stärker mit Industriepolitik und Klimaschutz verzahnt werden kann, um die notwendige wirtschaftliche Transformation sozial gerecht zu gestalten. Was aber bedeutet dieser handelspolitische Umbruch für Wirtschaft, Gesellschaft und die Umwelt – hier in Europa und weltweit? Wie sollte die europäische Außenwirtschaft ausgestaltet werden, um gute Arbeit, wirksamen Klimaschutz und globale Gerechtigkeit zu fördern? Und kann eine progressive Handelspolitik dabei helfen, den Aufstieg autoritärer Kräfte einzudämmen? Über diese Fragen möchten wir mit handelspolitisch interessierten und engagierten Menschen sowie mit Vertreter*innen aus Entwicklungs- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften, progressiven Unternehmen, bäuerlichen Verbänden, Wissenschaft und Politik ins Gespräch kommen. Die Konferenz wird gemeinsam vom Netzwerk Gerechter Welthandel, dem Forum Umwelt & Entwicklung, Attac und Power Shift sowie der Heinrich-Böll-Stiftung ausgerichtet.
Weitere Informationen entnehmen Sie unserer Konferenz-Seite: gerechter-welthandel.org/konferenz